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ENSEMBLES

Ensembles

Ensembles 2016

Nordic Voices • Norwegen

Den Sängern des norwegischen Ensembles Nordic Voices bereitet es größtes Vergnügen, mit ihren Stimmen zu experimentieren, deren Grenzen auszuloten und sie zu überschreiten. In ihren Programmen, die zumeist Alte und Zeitgenössische Musik miteinander verbinden, erkunden sie das breite Spektrum musikalischer Ausdrucksformen und überraschen häufig mit dem Einsatz ungewöhnlicher Stimmtechniken.

Nordic Voices hat sich im Jahr 1996 gegründet und sich seither international als ein führendes Ensemble seines Genres etabliert. Die sechs Mitglieder – je drei Frauen und Männer – sind entweder Absolventen der Norwegian Academy of Music oder der Opera Acamdemy Oslo. Gemeinsam verfügen sie über einen großen Erfahrungsschatz aus den Bereichen Oper, Komposition, Kirchenmusik und Chorleitung.

Sie widmen sich mit großer Begeisterung der Vokalmusik ihrer Heimat und arbeiten eng mit norwegischen Komponisten wie Lasse Thoresen zusammen. Einen ebenso großen Stellenwert hat die Musik der Renaissance, die sie nicht minder meisterhaft beherrschen. 2009 erschien bei Chandos die CD „Lamentations“ mit Werken von Palestrina, Gesualdo und White, über die FonoForum anerkennend schrieb, dass Nordic Voices „den Vergleich mit den besten englischen Gruppen nicht zu scheuen“ brauche.  Insgesamt liegen bislang fünf CDs des Ensembles vor. Nordic Voices arbeitet aber nicht nur mit norwegischen Komponisten zusammen, sondern auch mit Interpreten, derzeit etwa mit dem norwegischen Jazz-Trompeter Nils-Petter Molvaer.

Tourneen führten die sechs Sänger von Südafrika bis Taiwan und 2005 vertraten sie Norwegen beim Weltchorsymposium in Kyoto. In den vergangenen Jahren konzertierten sie vor allem in den USA, Kanada und Europa.

Bei Musica Sacra International sind Nordic Voices mit geistlichen Werken aus Skandinavien zu hören.

Schola Gregoriana Pragensis • Tschechische Republik

Die Schola Gregoriana Pragensis wurde im Jahre 1987 von David Eben gegründet und gehört heutzutage zu den renommiertesten Interpreten der mittelalterlichen geistlichen Musik. Sein Gründer und künstlerischer Leiter David Eben konzentriert sich einerseits auf die semiologische Interpretation des gregorianischen Chorals anhand der ältesten neumatischen Quellen aus dem 9.-11. Jahrhundert, andererseits auf die Aufführung gregorianischer Gesänge aus der eigenen böhmischen Choraltradition einschließlich der frühen Mehrstimmigkeit des 15. und 16. Jahrhunderts. Dank des intensiven Studiums von mittelalterlichen Quellen erklingt in den Programmen auch eine ganze Reihe einzigartiger, neu entdeckter Kompositionen aus dem 13.-15. Jahrhundert. Das Repertoire des Ensembles zählt mehr als zwanzig Konzertprogramme, die sich an unterschiedliche liturgische Zeitabschnitte, Themen und Regionen binden.

Die Schola Gregoriana Pragensis konzertiert regelmäßig in der Tschechischen Republik und im Ausland. Im Juni 2008 realisierte das Ensemble erstmals eine gemeinsame Tournee mit den japanischen buddhistischen Mönchen Gyosan-ryū Tendai Shōmyō in Tschechien, Deutschland und Luxemburg. Anlässlich Musica Sacra International gelang es dieses einzigartige Dialogprojekt zwischen christlichen Chorälen und den buddhistischen Gesängen neu zu initiieren. So kommen beide Ensembles in Marktoberdorf wieder zusammen, um den Konzertbesuchern die spannende Wechselwirkung dieser alten Gesangstraditionen vorzustellen.

 

Dir.: David Eben

David Eben wurde 1965 in Prag geboren. Schon während des Studiums konzentrierte er sich auf das Gebiet der mittelalterlichen Musik, vor allem den gregorianischen Choral. Seit 1993 unterrichtet er am Musikwissenschaftlichen Institut der Karlsuniversität in Prag. 2007 erhielt er die Habilitation für Theorie und Praxis des gregorianischen Chorals an der Akademie der musischen Künste in Prag. Er leitet regelmäßig Kurse für Gregorianik in der Schweiz, Frankreich und Belgien. Parallel zu seiner Arbeit auf dem Gebiet der Musikwissenschaft konzentriert sich David Eben auf die Interpretation des gregorianischen Chorals. 1987 gründete er das Ensemble Schola Gregoriana Pragensis, das zahlreiche Einspielungen auf CD und Konzerte in fast allen Ländern Europas, Israel und Japan realisiert hat.

 

Landes-Jugendjazzorchester • Deutschland

Im Landes-Jugendjazzorchesters Bayern begegnen sich rund 300 junge aktive Bayerische Jazzmusiker. Sie sind zwischen 10 und 25 Jahre alt. Über ein Vorspiel gelangen die überwiegend durch den Landeswettbewerb "Jugend jazzt" entdeckten und geförderten Talente in den Kader des Orchesters. Die Mitglieder kommen jährlich zu vier Arbeitstreffen in den Bayerischen Musikakademien zusammen. Die Konzertbesetzung trifft sich jährlich zu rund 20 öffentlichen Auftritten, Konzertreisen und interessanten Crossover Projekten mit anderen Orchestern oder Ensembles. Mehrere Tourneen im In- und Ausland (USA 1997, Rumänien 2000, Russland 2001, Tschechien 2004, 2005, 2006, Südostasien 2014) bestätigen eindrucksvoll den Erfolg der pädagogischen Arbeit des Orchesters.

Das Orchester ist zunächst eine pädagogische Einrichtung. Bei der Orchesterarbeit stehen neben der gezielten Schulung musikalischer Fähigkeiten auf dem eigenen Instrument insbesondere die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten im Mittelpunkt, die dem Zusammenspiel mit anderen Musikern in einer Big Band dienlich sind. Darüber hinaus soll den jungen Musikern auch Einblick in den professionellen Musikbetrieb gewährt werden.

 

Dir.: Harald Rüschenbaum

Harald Rüschenbaum ist ein international gefragter Schlagzeuger und Workshop-Dozent. Er ist als Solist wie auch als Leiter mehrerer Ensembles aktiv. Seit 1993 ist er künstlerischer Leiter des Landes-Jugendazzorchesters Bayern. Seit 2004 ist er Lehrbeauftragter für Big Band an der Hochschule für Musik und Theater München. Für seine Arbeit wurde Harald Rüschenbaum u.a mit dem Preis der Deutschen Phonoakademie, dem Kulturförderpreis der Stadt München und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

Lagos City Chorale • Nigeria

Der Lagos City Chorale wurde 1988 von Sir Emeka Nwokedi und Senator Lere Adesina in der früheren nigerianischen Hauptstadt gegründet. Seitdem hat sich der Chor zu einem wichtigen musikalischen Botschafter seines Heimatlandes entwickelt. Neben Konzerten in Lagos, Abuja und anderen Städten Nigerias folgten bald Einladungen ins Ausland. Konzertreisen führten des Lagos City Chorale in die USA, nach China, Österreich, Dubai, Lettland und Deutschland. Seit 2012 wurde der Chor mehrfach erfolgreich bei internationalen Chorwettbewerben ausgezeichnet, zuletzt den World Choir Games 2014 in Riga/Lettland und den 2. European Choir Games im August 2015 in Magdeburg. Ursprüngliches Ziel des Chores war es, eine musikalische Lücke zu schließen und die Entwicklung der Chormusik in Afrika beispielhaft zu fördern.

Hierzu erarbeitete der Chor nach und nach ein Repertoire anspruchsvoller Werke wie Kantaten, Oratorien, Messen wie auch Chorstücke aus Nigeria und anderen Kulturen der Welt. In fast allen Konzerten präsentiert der Chor Chormusik aus seiner Heimat. Ein weiteres Ziel der Chorarbeit ist es, talentierten Musikern einen Zugang zur persönlichen Weiterentwicklung, vor allem im Vokalbereich, zu ermöglichen. Das Modell des Chores wurde sehr bald zum Vorbild für weitere Gesangsgruppen Nigerias und darüber hinaus.

 

Dir.: Sir Emeka Nwokedi

Gründer und Künstlerischer Leiter des Ensembles ist Emeka Nwokedi, der an der University of Nigeria in Nsukka Musik studierte und seit seinem Abschluss in den frühen achtziger Jahren ein unermüdlicher Motor des nigerianischen Musiklebens ist. Neben dem Lagos City Chorale, den er 1988 gemeinsam mit Senator Lere Adesina gründete, leitet er den Chor der Musical Society of Nigeria (MUSON) und den MUSON School Diploma Choir. Als Kirchenmusiker ist er Organist und Musikdirektor der All Saints Church in Surulere, Lagos und Diözesanorganist und –chorleiter der Anglikanischen Diözese Lagos Mainland. Zudem war er tätig als Musikdirektor der Orpheus Company Limited, einem führenden Musikunternehmen in Nigeria. 1992 trat er auf Einladung der Musical Society of Nigeria (MUSON) bei und wurde Mitglied des künstlerischen Komitees und des MUSON Festival Komitees. Er ist Berater von Shell Nigeria und Koordinator der Shell Chorwettbewerbe. Darüber hinaus leitet er einen Chor-Workshop, der jedes Jahr von über 2000 Schülern weiterführender Schulen besucht wird und unterrichtet Afrikanische Musik, Gesang und Dirigieren an der MUSON Music School.

Nikola David und Bettina Strübel • Deutschland

Nikola David, München (Gesang)

Nikola David wurde 1973 in Bela Crkva im damaligen Jugoslawien geboren. An der Musikakademie Novi Sad studierte er Gesang und Musikpädagogik. 1998 kam er mit einem Stipendium der Anni-Eisler-Lehmann-Stiftung nach Deutschland und absolvierte am Konservatorium Peter Cornelius in Mainz sein künstlerisches Aufbaustudium.

Es folgten Auftritte bei bedeutenden internationalen Festivals wie den antiken Festspielen in Trier oder an der  Kammeroper Schloss Rheinsberg sowie Gastspiele in Bulgarien, Israel, Norwegen, Schweiz, Griechenland, Makedonien und Montenegro.

Seine Bühnenengagements führten ihn an die Eisenacher Oper, an das Anhaltisches Theater Dessau sowie an das  Stadttheater Augsburg. Als Tenor-Solist interpretierte er zahlreiche bedeutende Rollen des Klassischen Repertoires. Als Oratoriensänger konzertierte er im In- und Ausland mit Werken von Bach, Mozart (Requiem), Haydn (Die Schöpfung), Mendelsohn (Elias), Schubert (Messe G-Dur) und Honegger (König David). Von 2008-2013 war Nikola David Kantorenstudent am Abraham Geiger Kolleg und der Universität Potsdam. Seine Investitur als Kantor hatte er am 10.04.2013 in der Synagoge Erfurt . Nach mehreren Jahren als Leiter des Kulturprogramms der Israelitischen Kultusgemeinde Augsburg-Schwaben ist er Kantor der Liberalen Jüdischen Gemeinde Beth Shalom in München und in der Liberalen Minjan in Stuttgart.

 

Bettina Strübel, Frankfurt (Orgel)

Bettina Strübel studierte an der Kölner Musikhochschule Kirchenmusik. Nach dem A-Examen folgten Aufbaustudiengänge im Fach Orgel in Köln bei Peter Neumann und in Hamburg bei Prof. Wolfgang Zerer. 1994 schloss sie ihr Studium mit dem Konzertexamen ab. Sie besuchte zahlreiche Meisterkurse (Dirigieren, Orgel) und gibt Orgelkonzerte im In- und Ausland. Seit 2011 ist sie in Frankfurt am Main tätig. Hier initiiert sie interreligiöse Chorprojekte, wie etwa ein trialogisches Chorprojekt zur Königin von Saba oder die Reihe „Tehillim-Psalmen: im Dialog“. Gemeinsam mit dem jüdischen Kantor Daniel Kempin gründete und leitet sie den Interreligiösen Chor Frankfurt e.V.(IRCF). Auch ist sie Mitarbeiterin und Chorleiterin des interreligiösen TRIMUM-Projektes in Stuttgart.

 

Maryam Akhondy und Banu • Deutschland/Iran

Die Vokalgruppe Banu (das persische Wort für “vornehme Dame“) singt traditionelle persische Frauenlieder, von der iranischen Sängerin und Wahlkölnerin Maryam Akhondy über Jahre zusammengetragen und in eine für den Chorgesang geeignete Form gebracht: Arbeiterinnen-, Hochzeits-, Wiegen-, rituelle und religiöse Trauerlieder – weltweit einzigartig. Mit ansteckender Freude am Gesang und manchmal überbordendem Temperament laden rund ein Dutzend Sängerinnen zu einer musikalischen Entdeckungsreise durch die verschiedenen Regionen des Vielvölkerstaats Iran ein.

Mit dem Projekt Banu überwindet Maryam Akhondy die engen Grenzen der traditionellen iranischen Kunstmusik, in der sie eigentlich verortet ist, und entdeckte für sich und andere die authentische und teilweise vergessene Gesangskultur persischer Frauen jenseits des etablierten oder religiös reglementierten iranischen Kulturbetriebs.

Bei Musica Sacra International stellt das Ensemble eine Besonderheit unter den Musikstilen der südiranischen Küstengebiete, die semireligiöse Zar-Musik einiger dort lebender Stämme, vor. Deren Vorfahren waren Sklaven aus Afrika, die ihre eigene Musikkultur mitbrachten. Dazu gehört auch die gesangliche und instrumentelle Begleitung besonderer Rituale. Zar (Aussprache: „Saar“) wird dabei eine besondere therapeutische Wirkung zugesprochen, die von Schmerzen befreien und Krankheiten heilen soll – zum Beispiel Augenleiden und Depressionen. Maryam Akhondy wird mit der Gruppe Banu im Rahmen ihres Programms ein solches Ritual in verkürzter Form darstellen.

Sama Damaszener • Deutschland/Syrien

Das Ensemble Sama Damaszener besteht aus stimmlich und musikalisch ausgebildeten Künstlern aus Damaskus. Künstlerischer Leiter der Gruppe ist der bekannte Rezitator Abdul Rahman Al Kurdi.

Die Musiker präsentieren eine beeindruckende Verbindung aus arabischer Lyrik und orientalischen Klängen und verfügen über ein reiches Repertoire an Liedern aus Syrien und anderen arabischen Ländern. Die spirituellen Texte stammen aus der Zeit, als sich das Islamische Reich bis nach Spanien erstreckte, der maurischen Epoche vom 8. – 15. Jahrhundert. Sie haben bis heute nicht an Aktualität.

„Sama“, der Name des Ensembles, bedeutet übersetzt „zuhören“. Mit ihren bezaubernden Stimmen gelingt es den Rezitatoren, sich in die Herzen der Zuhörer zu singen und ihre Seelen zu berühren. Begleitet werden sie von traditionellen orientalischen Instrumenten, wie der arabischen Kurzhalslaute Oud, Flöte oder Kanun (orientalische Kastenzither).

Ziel der Künstler ist es, altes Kulturgut aus dem Orient zu bewahren und auch in Europa bekannt zu machen. Mit ihren Vorträgen möchten sie eine Friedensbotschaft an alle Menschen aussenden, egal welcher Nation oder Religion sie angehören, durch die Musik näher zusammenzurücken, gegenseitige Toleranz zu üben und sich vereint zu fühlen.

Shantala Subramanyam und Ensemble Bhakti • Indien

Das Ensemble Bhakti aus dem südindischen Chennai besteht aus drei Sängerinnen. Sie werden je nach ihren künstlerischen Programmen in unterschiedlicher Weise instrumental begleitet durch Violine, Tabla, Shruti Box und der Mridangam, dem wichtigsten begleitenden Rhythmusinstrument der karnatischen Musik Südindiens.

Gründerin und Künstlerische Leiterin der Gruppe ist die renommierte Flötistin und Sängerin Shantala Subramanyam. Sie war bereits 2012 mit einem anderen Ensemble bei Musica Sacra International zu Gast. Der Ensemblename Bhakti - was soviel bedeutet wie Hingabe, Anbetung - spiegelt das künstlerische Anliegen der Musikerinnen wieder. Der Schwerpunkt des Repertoires liegt auf Lobpreis- und Anbetungsliedern der hinduistischen Götter. Sie werden in verschiedenen Sprachen wie Sanskrit, Hindi, Tamil, Kannada und Telugu vorgetragen. Bei Musica Sacra International stellen die Sängerinnen Werke aus der 5000jährigen Tradition der Bhajan, religiöser hinduistischer Volkslieder, vor.  In Bhajans besingen Gläubige ihre Liebe zu Gott in einfachen Worten, die häufig wiederholt werden. Bhajans sind Teil der Hingabe, die als Bhakti bezeichnet wird.

Gyosan-ryū Tendai Shōmyō • Japan

Die Shōmyō-Gesänge sind heute ein wichtiger Bestandteil der Liturgie der klassischen Strömung des japanischen Buddhismus. In der Tendai-Schule müssen diese in einer bestimmten Grundform von jedem Anwärter für die Mönchsweihe beherrscht werden, also von jedem, der beruflich eine Kirchenlaufbahn einschlägt. Es handelt sich somit nicht um ein Genre, in dem üblicherweise Laien musizieren. Die rituelle Botschaft der Gesänge besteht zumeist in der Reinigung des liturgischen Raumes und des Zeremonienmeisters selbst, in Buße und Sammlung, der Vergegenwärtigung der heiligen Macht, ihrem Lob und der rituellen Anrufung.

Für einen überzeugenden Vortrag des Shōmyō ist vor allem die Artikulation aus der Tiefe wesentlich — die Bewegung geht vom Energiezentrum Hara im Unterbauch aus und durchzieht den ganzen Körper.

Als Begründer des spezifischen Tendai-Zweiges des Shōmyō gilt Meister Ennin (794–864). Seit dem Beginn des 11. Jahrhunderts ist das Zentrum des Tendai-Shōmyō das Tempelstädtchen Ohara (heute Teil von Kyoto) am Fuße des heiligen Klosterberges Hiei. Hier wirkte auch der berühmte Reformator des Shōmyō, Meister Ryonin (1073–1131), der die individuellen Traditionen unter den Fittichen der einheitlichen Schule Gyosan-ryū vereinte, die nach der Anhöhe Jü-schan (jap. Gyosan) in der Nähe des Gelben Flusses benannt ist. Hier sollen himmlische Mächte erstmals Meister Tsau Dschï (192–232) die gottgefälligen Töne des Shōmyō hören lassen haben. Das heutige Gyosan-ryū besteht aus Tendai-Mönchen, die sich neben liturgischen Pflichten in ihren Haupttempeln in verschiedenen Teilen Japans auch der Shōmyō-Lehre und dessen öffentlicher Aufführung über die Liturgie hinaus widmen. Die Prioritäten dieser Vereinigung lassen sich trotzdem wie folgt hierarchisch anführen:

1) Studium und Aufbewahrung einer authentischen Interpretation des klassischen Shōmyō auf der Grundlage ursprünglicher Quellen aus Ohara und mündlicher Überlieferung

2) Pflege der Qualität der Tendai-Liturgie als Ganzes

3) Rückführung des Shōmyō in das allgemeine Bewusstsein der japanischen Gesellschaft

4) Nutzung des spirituellen Gehalts des Shōmyō für den Dialog der Religionen und die interkulturelle Zusammenarbeit.

Zu den wichtigsten Persönlichkeiten des Gyosan-ryū gehörte in den letzten Jahrzehnten der langjährige Prior, Meister Amano Denchū (1926–2002), der auch die Zusammenarbeit zwischen der liturgischen Vereinigung von Ohara und der Schola Gregoriana Pragensis initiierte.

Maulbronner Kammerchor • Deutschland

Der Maulbronner Kammerchor wurde 1983 von Prof. Jürgen Budday gegründet, der den Chor seitdem leitet. Seit 1997 präsentiert der Chor jährlich ein Oratorium von Georg Friedrich Händel in historischer Aufführungspraxis. Alle Oratorien sind jeweils auch auf CD erschienen. Damit nimmt der Maulbronner Kammerchor diskographisch in Bezug auf Händel-Oratorien eine führende Stellung ein. Daneben sind zahlreiche A-Cappella-CDs erschienen und eine Reihe von Rundfunkproduktionen realisiert worden. Auch wurden dem Chor in den vergangenen Jahren mehrere Uraufführungen anvertraut.

Im bundesdeutschen Raum erhielt der Chor u. a. Einladungen zu der Kammermusikreihe der Dresdner Philharmonie, den Domkonzerten Königslutter, dem Europäischen Musikfest Passau, Musikfest Stuttgart, Festival Europäische Kirchenmusik in Schwäbisch Gmünd, zum Internationalen Chorleiterforum Limburg oder mehrfach zum Kultursommer Rheinland-Pfalz. Darüber hinaus ist der Chor regelmäßig in den wichtigsten Kirchen Süddeutschlands zu hören, etwa in der Stiftskirche Stuttgart, dem Bamberger Dom oder dem Ulmer Münster. Zahlreiche Reisen führten das Ensemble in mehrere europäische Länder, in die USA und viermal nach Argentinien/ Uruguay/ Brasilien. Eine besondere Ehre erfuhr der Chor durch die Einladung zur Zimriya in Israel als offizieller Vertreter der Bundesrepublik Deutschland (1992). Im Sommer 2015 folgte eine weitere Reise nach Südamerika mit Konzerten in Chile und der Teilnahme beim Chorfestival im argentinischen San Juan.

Mit Marktoberdorf verbindet die Sängerinnen und Sänger eine besondere Nähe: 2009 errang das Ensemble einen 2. Platz sowie einen Sonderpreis beim Internationalen Kammerchor-Wettbewerb. Im Frühjahr 2015 gestaltete der Chor gemeinsam mit dem Calmus Ensemble Leipzig das Jubiläumskonzert zum 25. Geburtstag der Marktoberdorfer Pfingstfestivals.

African American Choral Ensemble • USA

Das African American Choral Ensemble wurde 1976 als eines von drei Ensembles am African American Arts Institute der Indiana University in Bloomington, USA gegründet. Der Chor singt Kompositionen von, für und über Afro-Amerikaner. Sein breit gefächertes Repertoire reicht von Folk songs, Spirituals, Hymnen, alten und neuen Gospels bis hin zu Jazz und Blues. Obwohl der Chor vorrangig afro-amerikanische Musik aufführt, steht er allen Interessierten und vereint Sänger aller akademischen Fakultäten der Hochschule und unterschiedlichster ethnischer Herkunft.  Seit 2012 wird der Chor von Dr. Raymond Wise geleitet.

Das einzigartige Repertoire des African American Choral Ensemble ermöglichte dem Chor zahlreiche Konzerte in den USA und Kanada sowie die Mitwirkung in Radio-, Fernseh-, Opern- und Musicalproduktionen.

Im Hochschuljahr 2015/2016 feiert das African American Choral Ensemble sein 40jähriges Jubiläum und kommt anlässlich Musica Sacra International und weiterer Stationen erstmals auf Konzertreise nach Deutschland.

 

Dir.: Raymond Wise

Dr. Raymond Wise, Ph. D., begann seine musikalische Karriere im Alter von 3 Jahren mit den „Wise Singers“, der Gesangsgruppe seiner Familie. Sein Musikstudium an der Denison University (Granville, Ohio) schloss er mit dem Bachelor of Fine Arts Diplom ab. Es folgten Studien in den Fächern Oper, Kunst und Deutsch am Institute for European Studies in Wien, sowie in Afrikanische-Amerikanischer Geschichte, Musik und Tanz an der San Francisco State University. Raymond Wise ist ordinierter Pfarrer der Baptist Church. Auch als Komponist hat sich Raymond Wise einen Namen gemacht. Mehr als 600 Stücke hat er bislang komponiert und veröffentlicht. Wise ist Direktor des Instituts für afro-amerikanische Künste der Indiana University, Bloomington.

Nordic Voices • Norwegen
Schola Gregoriana Pragensis • Tschechische Republik
Landes-Jugendjazzorchester • Deutschland
Lagos City Chorale • Nigeria
Nikola David und Bettina Strübel • Deutschland
Maryam Akhondy und Banu • Deutschland/Iran
Sama Damaszener • Deutschland/Syrien
Shantala Subramanyam und Ensemble Bhakti • Indien
Gyosan-ryū Tendai Shōmyō • Japan
Maulbronner Kammerchor • Deutschland
African American Choral Ensemble • USA
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